Mein Geburtstag war dieses Jahr unglaublich geil, und zwar aus genau folgenden Gründen:
1) Mein Homie Niko (aka „Nike Air“, because he’s so fly) war zu Besuch und feierte mit mir meinen Geburtstag.
2) Die Party am Samstag war die unglaublichste, die ich je hatte. Stellt euch die beste Party vor, die ihr euch in euren kühnsten Träumen ausmalen könnt und dann: Double it!
3) Ich habe von meinen bezaubernen Mitpraktikantinnen Charly und Kathy ein Hammer New York Mets T-Shirt geschenkt bekommen.
4) Earth Day, Seelenheil, witziger Spaziergang im C-Park und WEIL DER TAG DANACH NICHT MEHR MEIN GEBURTSTAG WAR.
Erklärung zu 4):
Am Sonntag war nicht nur mein Birthday, sondern auch noch Earth Day. Wir schlossen uns also einer gemeinschaftlichen Aktion an, Müll
im Central Park aufzupicken. Das sinnlose an der Idee ist, dass der Central Park eh immer super sauber ist und so wurde es eher eine Schnitzeljagd unter dem Motto: wer findet das erste Stück
Müll. Wir blieben alle erfolglos. Dafür fanden wir aber den Papst, der gechillt auf einer Parkbank saß, seine schmutzigen Füße hochlegte und genüsslich Erdnüsse mampfte. Ich fand es untypisch,
dass er uns nach Wechselgeld fragte und etwas unangenehm roch, aber ich denke trotzdem er könnts gewesen sein. Ich gab ihm einen Quarter, was wirklich keine Investition für ewiges Seelenheil ist
(ich mein, andere Leute müssen sich in die Luft sprengen, um in den Himmel zu kommen).
Nach ein paar weiteren Minuten rumschlurfen im C-Park sahen wir dann noch einen Mann, der beim Aufsteigen aufs Rad Kung-Fu-Kick-artig (und natürlich unabsichtlich) dem hinter ihm sitzenden Kleinkind voll eins über den Schädel zog und dann pfeifend losfuhr, während das Kind mit einer Verzögerung von ca. 10 Sekunden (Blackout-Time) anfing, wie am Spieß zu brüllen. Der Vater stieg vom Rad schüttelte verärgert den Kopf. Wahrscheinlich dachte er sich: „Irgendwie macht ihm Fahrrad fahren nicht so’n Spass - jedes Mal fängt er an zu heulen, sobald wir losfahren.“ HAHAHA. Geil.
Gestern war dann auch schonwieder Nike Air’s Abschied, also beschlossen wir…naja, das gleiche wie immer halt..es richtig krachen zu
lassen. Wir luden meine bildhübschen Mitpraktikantinnen Kathi und Charly ein und tranken die größte Flasche Wein, die ich je gesehen habe. Danach gingen wir ins Dallas Barbeque (kannte ich schon
vorher) für Mega Cocktails. Danach gingen wir in noch eine Bar, dann noch eine…Als Niko und ich wieder zuhause ankamen war es bereits halb vier. Wir hatten allerdings noch etwas Durst und tranken
noch gemütlich weitere 4, 5 Bier.
Das nächste was ich weiß: Telefon klingelt. Ich schrecke hoch, werfe auf der Suche nach meinem Handy etliche Dosen Bier um und höre Kathi im nächsten Moment am anderen Ende der Leitung: „Wo bist du denn?!?!?“ Gute Frage, auch gar nicht so leicht zu beantworten 3 Sekunden nach dem Aufwachen. Ich brauchte noch einen Moment, in dem ich mich verwundert im Zimmer umsah. Es klickte einmal („bin Zuhause“) und klickte noch mal („ICH BIN NICHT AUF ARBEIT – FUCK“). Mit einer kleinen Verspätung von 2 Stunden oderso kam ich schließlich abgehetzt, völlig durch den Wind und noch mächtig betrunken im Office an, wo irgendwie etliche Leute standen, die da gar nicht hingehörten. „Was machen die ganzen andern Praktikanten hier?“ fragte ich mich verwundert. „Wieso stehen meine beiden Chefinnen untätig an meinem Arbeitsplatz? Und wieso stehen da so viele Tassen. Und Teller. Und Gabeln. Und ein Kuchen mit der Aufschrift: "Daniel"? Komisch.“ Es klickte zum dritten mal.. ich war zu spät zu meinem eigenen Geburtstagsmeeting! THATS ME: Älter, reifer, verantwortungsbewusster. Ab jetzt geht’s rapide bergab. That’s a Bummer!